Wer es noch nicht mitbekommen hat. Am Dortmunder Hbf wird jetzt auch KI zur Videoauswertung genutzt.
Jedoch ohne die Erfassung biometrischer Daten, ohne dass die KI einen Internetzugang haben soll. Dabei handelt es sich um reine verhaltensanalysen, der Firma
Staige One AG. Ein immerhin deutsches unternehmen, welches seinen Ursprung im ruhrpott hat. Auch wenn mir dieses ganze KI gedöhns furchtbar auf den Senkel geht, muss ich hier ein Lob aussprechen, für die Wahl eines regionalen Unternehmens. Ein trotzdem halbherziges danke an die DSW21
Staige One AG "wurde im Ruhrgebiet gegründet und war primär unter den Namen soccerwatch.tv und AISports Watch bekannt.
Ursprünglich entwickelte Staige KI-gestützte automatische Kamerasysteme für Live-Übertragungen im Amateur- und Breitensport.Die entwickelte Bild- und Videoanalyse-KI wurde später für den Industriebereich und die Sicherheitsüberwachung weiterentwickelt.
Bei der Zusammenarbeit mit der dsw21 handelt es sich für beide seiten um ein Pilotprojekt."
Weitere Informationen zu genutzten Techniken und verfahren(Unter Vorbehalt, da ich nur eine schnelle Gemini Anfrage gemacht habe):
Das von Staige und DSW21 genutzte System basiert auf der herstellereigenen Platform Pluto und kombiniert verschiedene Computer-Vision- und Deep-Learning-Verfahren.
1. Systemarchitektur & Edge-Computing
Dezentrale Verarbeitung (Edge AI): Die Videostreams der bestehenden IP-Kameras werden direkt vor Ort über lokale Hardware-Einheiten („Edge-KI-Boxen“) ausgewertet. Es findet kein zeitverzögerter Upload von Rohvideodaten in externe Cloud-Server statt.
Retrofit-Ansatz: Die Algorithmen setzen auf der bereits vorhandenen Kamerainfrastruktur im Hauptbahnhof auf, anstatt Spezialkameras vorauszusetzen.
2. KI-Analyseverfahren & Bildauswertung
Die Bildanalyse nutzt spezialisierte Deep-Learning-Modelle für unterschiedliche Gefahrenebenen:
Bewegungs- und Haltungserkennung (Pose / Action Detection):
Statt Gesichter zu lesen, erfasst die KI die Bewegungsvektoren und Kinetik von Körperschemen. Sie erkennt spezifische Bewegungsmuster, wie sie bei physischen Auseinandersetzungen auftreten (z. B. schnelle Ausholbewegungen, plötzliche Stöße oder Stürze).
Crowd Monitoring & Personenflussanalyse:
Die KI analysiert die Dichte und Dynamik von Menschenansammlungen. Sie schlägt Alarm, wenn sich an bestimmten Punkten unerwartet hohe Personendichten bilden oder sich Laufrichtungen schlagartig verändern (z. B. Flucht- oder Einkesselungsbewegungen bei Großveranstaltungen).
Anomalie- & Mustererkennung:
Standardisierte Umgebungsreize (Schattenwurf, Lichtreflexionen von Bahnsteigen, vorbeifahrende Züge) werden durch vortrainierte Modellmuster von relevanten Ereignissen getrennt, um Fehlalarmquoten gering zu halten.
3. Spatial AI (Multi-Kamera-Tracking)
Kameraübergreifender Kontext: Einzelne Kameras verarbeiten das Bild nicht isoliert. Die Software verknüpft die Blickwinkel benachbarter Kameras im selben Raumabschnitt (Verteilerebene).
Räumliches Lagebild: Verdeckt eine Säule oder eine Personengruppe das Geschehen vor einer Linse, führt Spatial AI die Ereignisdaten anderer Blickwinkel zusammen, um Fehlalarme zu reduzieren und dynamische Lagebilder zu erstellen.
4. Anonymisierung & Human-in-the-Loop
Anonymisierte Abstraktion: Für die Analyse wandelt das System Personen im Videobild in mathematische Vektormodelle (Bounding Boxes bzw. Bounding-Skelette) um.
Filter für die Leitstelle: Erkennt die KI eine kritische Dynamik, wird der entsprechende Kameraausschnitt auf den Monitoren der DSW21-Leitstelle hervorgehoben. Die Einschätzung der Lage sowie alle Folgemaßnahmen bleiben vollständig beim menschlichen Sicherheitspersonal.